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 08. August 2017
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Stethoskop
Ihr Ratgeber Brustkrebszentrum
Die Zertifizierung von Brustkrebszentren soll die Qualität der Behandlung von Brustkrebs gewährleisten.
Zertifiziertes Brustkrebszentrum

Was ist ein zertifiziertes Brustkrebszentrum?

Es gibt Zentren, die sich auf die gezielte Therapie und Betreuung bestimmter Erkrankungen spezialisiert haben. Ein Beispiel für eine solche Einrichtung sind Brustkrebszentren. Ein solches Zentrum ist meist an eine Klinik angegliedert. Brustkrebszentren verfügen über Fachleute, die aus verschiedenen Disziplinen stammen und interdisziplinär (also über die Fachgrenzen hinweg) miteinander die Behandlung und Betreuung von Patientinnen mit Brustkrebs planen und durchführen. Zu den relevanten Fachleuten, die in einem zertifizierten Brustkrebszentrum für die bestmögliche Versorgung der Patientin zuständig sind, gehören:

  • Brustoperateur (zur Operation bei Brustkrebs)
  • Radiologe (z. B. für die bildgebende Diagnostik)
  • Pathologe (z. B. für die Laboruntersuchungen von Proben aus dem Krebsgewebe)
  • Strahlentherapeut (für eine Bestrahlung)
  • internistischer Onkologe (Krebsspezialist aus der Inneren Medizin)
  • gynäkologischer Onkologe (sofern Chemotherapie durch Gynäkologie durchgeführt wird)
  • Psychoonkologe (zur speziellen psychologischen Betreuung bei Krebs)
  • plastischer Chirurg (bei einer Brustrekonstruktion nach einer Brustamputation)
  • Schmerztherapeut, Neurologe, Neurochirurg, Orthopäde (bei Metastasen außerhalb der Brust)

Zertifizierung von Brustkrebszentren

Zertifizierte Brustkrebszentren sollen die Qualität der Therapie bei Brustkrebs sichern und einheitlich nach höchsten und aktuellsten Standards durchführen. Es gibt inzwischen über 250 zertifizierte Brustkrebszentren in Deutschland, die in besonderem Maße für die Behandlung von Brustkrebs qualifiziert sind. Die Zertifizierung erfolgt durch die Deutsche Krebsgesellschaft, die das Institut OnkoZert mit der Durchführung der Zertifizierung beauftragt hat.

BrustkrebszentrumFür die Zertifizierung muss das Brustkrebszentrum eine interdisziplinäre umfassende Betreuung der Patientinnen vorweisen. Auch muss das Zentrum entsprechend der aktuellen Leitlinie arbeiten. Diese Leitlinie für die Diagnose, Therapie und Nachsorge von Brustkrebs wird unter anderem von der Deutschen Krebsgesellschaft herausgegeben und regelmäßig aktualisiert. Damit wird sichergestellt, dass auch neue relevante Forschungsergebnisse in einem zertifizierten Brustkrebszentrum berücksichtigt werden. Die fachlichen Anforderungen, die ein Brustkrebszentrum erfüllen muss, um eine Zertifizierung zu erhalten, sind im sogenannten Erhebungsbogen definiert.

Qualitätsrichtlinien für zertifizierte Brustkrebszentren

Die qualitativen Vorgaben, an denen sich Brustkrebszentren orientieren, wurden überprüft, indem die Fachgesellschaften auf der Basis von 26 Qualitätskennzahlen die Daten von rund 50.000 Patientinnen mit Brustkrebs auswerteten. Dies fand an rund 250 Standorten statt. Das Ergebnis war ein umfassender Bericht, der es nun erlaubt, entsprechende Empfehlungen an die Brustkrebszentren zu geben und diese zu überprüfen. Die Qualitätskennzahlen für ein zertifizierten Brustkrebszentrum sind beispielsweise:

  • Wie hoch ist der Anteil der Betroffenen, die gemäß den Leitlinien unterstützend (adjuvant) bestrahlt oder systemisch therapiert wurden?
  • Wie oft finden psychoonkologische oder psychosoziale Beratungsgespräche statt?
  • Wie oft wird eine histologische Sicherung der Diagnose vor der Operation vorgenommen?

Auch wurden 2010 über 7.000 Patientinnen mit Brustkrebs befragt, deren Therapie in einem zertifizierten Brustkrebszentrum erfolgt ist. Durch diese Befragung sollte die Qualität der Zentren und die Einhaltung der durch die Leitlinie festgelegten Vorgaben überprüft werden. Die Ergebnisse zeigten, dass fast alle Zentren die Vorgaben erreicht oder sogar übertroffen hatten.

Fedor Singer

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